Martin Luther University Halle-Wittenberg

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Newsarchiv: Aktuelles

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Jahr 2017

News

20.04.2017: Richter, Matthias/Moor, Irene/HBSC-Studienverbund Deutschland (2017): Entwicklungen und Bedingungen des Aufwachsens. Ergebnisse der Health Behavier in School-aged Children (HBSC) Studie 2013/2014. Herausgegeben von der Sachverständigenkommission 15. Kinder- und Jugendbericht: Materialien zum 15. Kinder- und Jugendbericht. München: Deutsches Jugendinstitut.

http://www.dji.de/ueber-uns/projekte/projekte/15-kinder-und-jugendbericht/projekt-publikationen.html   

Fachforum „Schule und Gesundheit“ in Berlin

15.02.2017: Vertr.-Prof. Dr. Katharina Rathmann (TU Dortmund) richtet gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Richter (MLU Halle-Wittenberg) ein Fachforum zum Thema „Schule und Gesundheit“ während des diesjährigen Kongresses „Armut und Gesundheit“ in Berlin aus (16.-17. März 2017).

Im Fokus des Fachforums stehen fünf Beiträge, die Daten der drei für Deutschland repräsentativen Surveys mit Informationen zur schulischen und gesundheitlichen Situation von SchülerInnen der Grund- und Sekundarstufe heranziehen: Die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS), die Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)-Studie sowie das Nationale Bildungspanel (NEPS). Alle drei Studien ermöglichen es, bei unterschiedlicher Schwerpunktsetzung, Zusammenhänge zwischen schulischen und gesundheitlichen Merkmalen zu untersuchen. Ziel des Fachforums ist es, die Bedeutung der Schule in ihren unterschiedlichen Facetten (u.a. Schulform, Schulklima, Schülerzusammensetzung, differenzierte Lernumwelten, Inklusion von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf) für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler in Deutschland darzustellen und im Anschluss Implikationen für Forschung und Praxis mit dem Publikum zu diskutieren.

Beiträge

  • Benjamin Kuntz und Julia Waldhauer (Robert Koch Institut Berlin): Schulbildung und Gesundheit im Jugendalter – Ergebnisse aus KiGGS Welle 1
  • Max Herke (MLU Halle-Wittenberg): Die Bedeutung intergenerationaler Bildungsmobilität für die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern in Deutschland.
  • Theres Waldbauer und Katharina Rathmann (MLU Halle-Wittenberg, TU Dortmund): Inklusive Schule: Gesundheit und Lebenszufriedenheit von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf im Vergleich.
  • Kristina Heilmann (MLU Halle-Wittenberg): Familie, Schule oder Persönlichkeit? Die Bedeutung für die Gesundheit von SchülerInnen.
  • Katharina Rathmann (MLU Halle-Wittenberg, TU Dortmund): Schule und Gesundheit: Welche Rolle spielen individuelle, kompositionelle und institutionelle Merkmale?

Dokumente und weiterführende Links:

  • Vorträge im Rahmen des Fachforums „Schule und Gesundheit: Ergebnisse der KiGGS-, HBSC- und NEPS-Studie“ (PDF-Dokument zum Fachforum)
  • DFG Priority Programme 1646: “Education as a Lifelong Process. Analyzing Data of the National Educational Panel Study (NEPS)” (Link: https://spp1646.neps-data.de/   )

Jahr 2016

News

27.10.2016: Systematisches Review zu der Bedeutung materieller, psychosozialer und verhaltensbezogener Faktoren zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten veröffentlicht.

Zum Artikel: http://jech.bmj.com/content/early/2016/09/28/jech-2016-207589.abstract   

Moor I, Spallek J, Richter M (2016). Explaining  socioeconomic inequalities in self-rated health: a systematic review of  the relative contribution of material, psychosocial and behavioural  factors. Journal of Epidemiology & Community Health doi:10.1136/jech-   2016-207589

Kinder-Reha: Wissenslücken an der Schnittstelle

07.09.2016: Kinderärzte sind wichtige „Gatekeeper“ in der gesundheitlichen  Versorgung. Ihnen mangelt es jedoch an Wissen über die Rehabilitation,  um Kindern und Jugendlichen nachhaltig helfen zu können. Das haben  Soziologen der Uni Halle herausgefunden. Eine zielgruppenorientierte  Broschüre soll nun für mehr Verständigung an der Schnittstelle sorgen.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

News

12.05.2016: Am Institut für Medizinische Soziologie ist ab sofort die Stelle einer studentischen Hilfskraft  im Forschungsprojekt „Soziale Ungleichheiten & Partizipation von Kindern & Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom“ für mind. 24 Monate zu  vergeben.

Nähere Informationen finden Sie hier.

IMS an UNICEF-Report beteiligt

14.04.2016: Am 14. April ist der neue UNICEF-Report „Fairness für Children. A league table of inequality in child well-being in rich countries" erschienen (verfügbar unter: https://www.unicef-irc.org/publications/830/    ) basierend auf neusten Daten der Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)-Studie. Unter Beteiligung des IMS ist in diesem Zusammenhang der Bericht zum Thema „Ungleichheiten in der Gesundheit und Lebenszufriedenheit von Heranwachsenden: Ergebnisse der internationalen HBSC-Studie 2002-2014" entstanden.  Verfügbar ist der Bericht unter: https://www.unicef-irc.org/publications/836/   

Chzhen, Yekaterina; Moor, Irene; Pickett, William; Toczydlowska, Emilia; Stevens, Gonneke W J M (2016): Family Affluence and Inequality in Adolescent Health and Life Satisfaction. Evidence from the HBSC study 2002-2014. Innocenti Working Papers no. 2016_10. Hg. v. UNICEF. UNICEF Innocenti Research Centre. Florence

Neues Forschungsprojekt gestartet

26.02.2016: In Berlin fand am 22/23.Februar 2016 die Auftaktveranstaltung zum Projekt  „Soziale Netzwerke und gesundheitliche Ungleichheiten (SoNegU)“ statt. Das Netzwerk wird von der DFG für 3 Jahre gefördert und hat das Ziel (1) die soziologische Netzwerkforschung in der deutschsprachigen Gesundheitsforschung bekannter zu machen und (2) die Netzwerkperspektive für die Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten fruchtbar zu machen. Hauptergebnis der Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Buchpublikation, die den Forschungsstand aufbereitet, Forschungsdesiderate benennt und Perspektiven für die zukünftige Forschung aufzeigt.

Faktenblätter geben erstmals Aufschluss zum Gesundheitsverhalten von Schülern in allen 16 Bundesländern

01.02.2016: Wie sieht es eigentlich mit dem  Gesundheitsverhalten von Schülern aus? Das wird in der international  durchgeführten HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) der Weltgesundheitsorganisation WHO erfasst, für die Professor Dr.  Matthias Richter, Direktor des Institutes für Medizinische Soziologe der  Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, den deutschen Teil leitet.  Nun liegen die ersten Ergebnisse der Studie in Form von Faktenblättern für den Befragungszeitraum 2013/14 vor.

Diese zeigen beispielsweise die Häufigkeit des  Frühstücks, die schulische Belastung, den Fernsehkonsum an Schultagen oder die psychosomatische Beschwerdelast von Kindern und Jugendlichen.

Einige Ergebnisse im Überblick:

  • Mehr als die Hälfte aller  Schüler frühstückt an Schultagen, davon jedoch mehr Jungen (65,1 Prozent) als Mädchen (57,3 Prozent). Zudem frühstücken mehr Kinder mit  hohem familiärem Wohlstand. Die Zahl derjenigen, die jeden Tag frühstücken, verringert sich allerdings mit zunehmendem Alter. Der  Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ist unter den  „Nie-Frühstückern“ am höchsten (Mädchen 39,3 Prozent; Jungen 32,8  Prozent). Weil das Frühstück aber eine wichtige Basis für gute  schulische Leistungen ist, müssen insbesondere bei Jugendlichen sowie  bei Familien mit Migrationshintergrund und geringem sozioökonomischen  Status wirksame Interventionen entwickelt werden.
  • Mehr als ein Viertel  aller Jungen (26,9 Prozent) und Mädchen (28,9 Prozent) fühlt sich - fast  unabhängig von familiärem Wohlstand und Herkunft - einigermaßen oder  sehr stark von den schulischen Anforderungen belastet. Dieses Gefühl  nimmt mit dem Alter insbesondere bei Mädchen noch zu. Interventionen wie  beispielsweise ein gutes Schulklima, positives Feedback oder  Interessenförderung können helfen, die Belastung zu mindern und damit  psychischen Erkrankungen entgegenwirken.
  • Mehr als die Hälfte aller  Befragten weist einen problematischen Fernsehkonsum auf (Mädchen 52,4;  Jungen 58,8 Prozent), der sich mit zunehmendem Alter noch steigert.  Je  höher der familiäre soziale Status, desto geringer der Fernsehkonsum.  Kinder mit Migrationshintergrund schauen häufig mehr als vier Stunden an  Schultagen fern und dabei Mädchen ausgeprägter als Jungen. Intervention  und Prävention sollten auf stärkere körperliche Aktivität und Maßnahmen  zur Konsumreduzierung ausgerichtet sein.
  • Unter zwei oder mehr  psychosomatischen Beschwerden pro Woche leiden Mädchen (31,3 Prozent)  deutlich häufiger als Jungen (17,3 Prozent) und jene Kinder mit  Migrationshintergrund ebenfalls stärker als jene ohne. Mit steigendem  Alter verdoppelt sich der Anteil der Mädchen mit regelmäßigen  psychosomatischen Beschwerden (11-Jährige 20 Prozent, 15-Jährige 41,4  Prozent). Zu solchen Beschwerden zählen beispielsweise Kopfschmerzen,  Bauchschmerzen oder am häufigsten Einschlafprobleme (14; 8,3 bzw. 20,1  Prozent der Jugendlichen). Obwohl Kinder und Jugendliche zum gesündesten  Teil der Bevölkerung zählen, zeigt sich in diesem Bereich großer  Handlungsbedarf, der zudem geschlechts- und sozioökonomisch sensibel  ausgerichtet sein sollte.

Die HBSC-Studie untersucht unter Schirmherrschaft  der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1982 alle vier Jahre den  Gesundheitszustand und das gesundheitsrelevante Verhalten von 11-, 13-  und 15-Jährigen in Europa und Nordamerika. Insgesamt sind derzeit 44  Länder beteiligt. In Deutschland werden die Befragungen seit 1993/94 durchgeführt, wobei für die nun vorliegenden Ergebnisse erstmals Daten  aller 16 Bundesländer erhoben wurden. Bundesweit wurden 5.961 Schüler  und Schülerinnen im Alter von 11, 13 und 15 Jahren aus 188  allgemeinbildenden Schulen und acht Förderschulen anonym, freiwillig und  mit Einverständnis der Eltern befragt sowie in Hamburg und Hessen  repräsentative Länderstichproben durchgeführt. In jeder Altersgruppe  sind mindestens 1.500 Kinder und Jugendliche befragt worden.

Dem deutschen Studienverbund gehören neben der Universität Halle (Prof. Dr. Matthias Richter, Leitung) auch die  Universität Bielefeld (Prof. Dr. Petra Kolip), Universitätsklinikum  Hamburg-Eppendorf Hamburg (Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer), Frankfurt  University of Applied Sciences (Prof. Dr. Andreas Klocke), Technische  Universität Dresden (Prof. Dr. Wolfgang Melzer), Hochschule Magdeburg-Stendal (Prof. Dr. Ludwig Bilz) und Universität Tübingen  (Prof. Dr. Gorden Sudeck) an, die gemeinsam die HBSC-Studie Deutschland  repräsentieren.

Die Ergebnisse aus der internationalen Studie werden im März 2016 von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlicht.

Mehr zu der Studie auf: http://hbsc-germany.de   

Die Faktenblätter können zudem heruntergeladen werden unter: http://hbsc-germany.de/downloads/   

Wissenschaftliche Hilfskraft für 5-10 Std./Woche gesucht

20.01.2016: Am Institut für Medizinische Soziologie (IMS)  der Medizinischen Fakultät ist ab April 2016 die Stelle einer  wissenschaftlichen Hilfskraft, zunächst befristet für 6 Monate, zu  besetzen. Die Verlängerung der Beschäftigungsdauer wird angestrebt.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Jahr 2015

Neue Publikation erschienen

10.11.2015: Schröder S L, Fink A, Schumann N, Moor I, Plehn A, Richter M (2015): How  socioeconomic inequalities impact pathways of care for coronary artery  disease among elderly patients: study protocol for a qualitative  longitudinal study. BMJ Open 2015;5:e008060. doi:10.1136/bmjopen-2015-008060   

News

03.11.2015: An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Medizinische Soziologie, ist ab dem 01.01.2016 die im Rahmen eines von der EU geförderten Drittmittelprojekts die bis zum 30.09.2018 befristete Stelle einer/eines
Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (Postdoc)
in Vollzeitbeschäftigung (40 h/Woche) zu besetzen.
Die Vergütung erfolgt je nach Aufgabenübertragung und  Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Stellenausschreibung - Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (Postdoc)

08.06.2015: Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter in Teilzeit (30 h/Woche).

Details entnehmen Sie bitte der Stellenausschreibung.

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