Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Arbeitsgruppe Suchtforschung

Leitung

Dr. Martin Mlinarić

Aktuelle Projekte

  • SILNE_R: Tabakkontrollpolitiken in 7 EU-Ländern auf nationaler, lokaler und schulischer Ebene

Abgeschlossene Projekte

  • METH_MD: Methamphetaminkonsum in Mitteldeutschland
  • SILNE: Tackling socioeconomic inequalities in smoking

Was ist Suchtforschung

Die AG widmet sich den Strukturmerkmalen und Wandlungsprozessen von Sucht, Drogen, Abhängigkeit und Risikoverhalten in zweierlei Hinsicht. Süchte, Risikoverhalten und Abhängigkeiten betreffen zum 1.) bestimmte vulnerable Bevölkerungsgruppen strukturell mit erhöhter Wahrscheinlichkeit stärker als andere Mitglieder der Gesellschaft. Zum 2.) wandelt sich der institutionelle und normative Umgang mit sowie das alltägliche Verständnis von Drogen in verschiedenen Kontexten und zu unterschiedlichen historischen Zeitpunkten.

Ausrichtung am IMS

Derzeit erforscht die AG Struktur- und Wandlungsdynamiken im Bereich von Tabak-, Alkohol-, und Cannabiskonsum. Als zentrale Altersgruppen werden in enger Zusammenarbeit mit den AGs „Kinder- und Jugendgesundheit“ und „Versorgungsforschung“ im Besonderen Jugendliche sowie Erwachsene der jüngeren und mittleren Lebenslaufphase untersucht. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf sozialstrukturellen Determinanten und Disparitäten von Abhängigkeiten, die entlang vertikaler und horizontaler Ungleichheiten untersucht werden. Zum anderen werden Experten- und Laiendiskurse sowie Wandlungsdynamiken und Implementierungsprozesse im Bereich von Sucht und Abhängigkeit analysiert. In der Forschungspraxis favorisiert die AG einen sozialwissenschaftlichen Methodenpluralismus, der international vergleichend soziale Ungleichheiten, Benachteiligungen und Stigmatisierungserscheinungen von Sucht und Risikoverhalten untersucht. Die AG verschreibt sich dem Anspruch einer „öffentlichen Soziologie“, die durch ihre Forschungen in die Gesellschaft hineinwirken und Veränderungsprozesse anstoßen möchte.

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