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BeHerzt

Wie soziale Ungleichheiten den Behandlungs- und Versorgungsverlauf bei koronarer Herzerkrankung beeinflussen. Eine qualitative Studie aus Sicht multimorbider älterer Patienten (BeHerzt)

Projektleitung: Prof. Dr. Matthias Richter

Koordination: Dr. Astrid Fink, Sara Schröder

Laufzeit: 01.06.2014 bis 30.05.2016

Förderer: Interne Förderung im Wilhelm-Roux-Programm im Model TIF

Hintergrund

Die koronare Herzkrankheit (KHK) zählt in allen modernen Gesellschaften zu den führenden Todesursachen. Unzählige medizinische, soziologische und epidemiologische Studien haben soziale Ungleichheiten in der Morbidität und Mortalität bei koronarer Herzkrankheit zu Ungunsten sozial benachteiligter Personengruppen nachweisen können. Sozial benachteiligte Personen leiden zudem nicht nur unter einer höheren gesundheitlichen Belastung, sondern unabhängig vom jeweiligen Gesundheitssystem auch unter schlechteren Zugangs- und Versorgungsbedingungen. Erkenntnisse über den Einfluss sozialer Ungleichheiten auf die Versorgung bei KHK liegen bislang nur bruchstückhaft vor, da häufig nur ein einzelner Versorgungssektor analysiert wurde, zudem folgen die Studien einem quantitativen Ansatz, der oftmals nur beschreibende Ergebnisse zur Verfügung stellt.

Inhalt des Projekts

In dieser qualitativen Längsschnittstudie werden insgesamt 60 Patienten mit koronarer Herzkrankheit im Alter von 60-80 Jahren zu ihren Erfahrungen mit der Krankheit, den Zugangswegen zur Versorgung und ihren Erfahrungen bei der Behandlung befragt. Die Befragungen werden als semi-strukturierte leitfadengestütze Interviews geführt. Die Teilnehmer werden zweimal befragt: im Krankenhaus während der akuten stationären Versorgung, sowie 6 Monate nach dem Krankenhausaufenthalt.

Den Projektflyer finden Sie hier.
Flyer_BeHerzt.pdf (388.2 KB)  vom 24.10.2014

Ziel

In der Studie soll analysiert werden, welchen Einfluss soziale Ungleichheiten auf den Zugang, die Inanspruchnahme und die Qualität gesundheitlicher Versorgungsleistungen in den einzelnen Versorgungsphasen bei KHK haben. Zudem sollen die Einflussfaktoren und Mechanismen identifiziert werden, die zu sozialen Ungleichheiten in der Versorgung führen.

Die Studie richtet die Aufmerksamkeit auf die Perspektive der Patienten mit KHK und begleitet sie bei den zukünftigen Schritten entlang des Versorgungspfades (von der Akutklinik bis zur Nachsorge); zudem werden in den Interviews auch die bisherigen Erfahrungen des Patienten im Gesundheitssystem thematisiert. Damit werden Schlüsselstellen im Versorgungsverlauf identifiziert, an denen die Erfahrungen von Patienten unterschiedlicher sozialer Herkunft variieren und die Studie kann zu einem tieferen Verständnis sowie zu einer besseren Erklärung sozialer Ungleichheiten in der Versorgung beitragen.

Ergebnisse

Die Interviews werden seit November 2014 geführt. Erste Ergebnisse werden ab Herbst 2015 hier veröffentlicht.

Anprechpartner

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich an

Frau Sara Schröder

Telefon 0345 557-1160

E-Mail:

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