Martin Luther University Halle-Wittenberg

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Medical health care in the context of statutory accident insurance. Analysis of processes.

Project administration: Prof. Dr. Wolfgang Slesina (Emeritus)
Execution: Dipl. Soz. Stefanie Bohley, Eva-Maria Fach M.A., cand. soz. Sebastian Günther
Sponsor: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

Background

Die Studie „Versorgungsstrukturanalyse“ untersucht im Rahmen eines interdisziplinären Projektes Aspekte der Prozess- und Ergebnisqualität des Heilverfahrens der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV). Die Medizinische Soziologie der Universität Halle-Wittenberg führt den eigenständigen Projektteil der „Versorgungsstrukturanalyse“ des Heilverfahrens der Gesetzlichen Unfallversicherung durch.

Das Heilverfahren der GUV ist unter den Vorgaben „mit allen geeigneten Mitteln“ und „alles aus einer Hand“ hoch komplex. Evaluationsstudien zur Qualität dieses Heilverfahrens liegen bisher nur begrenzt vor. Das Projekt fokussiert auf die Ergebnisqualität des Heilverfahrens anhand ausgewählter Verletzungsarten. Diese sind: distale Radiusfraktur und die obere Sprunggelenkfraktur.

Aims

Die Ziele der „Versorgungsstrukturanalyse“ sind (1) die Versorgungs- und Heilverläufe zu beschreiben, (2) heterogene Versorgungs-/Heilverläufe bei identischer Verletzungsart zu

erkennen und (3) Prädiktoren der Prozess- und Ergebnisqualität der Heilverfahren der GUV zu identifizieren.

Methode

Methodisch handelt sich um eine Sekundärdatenanalyse. Die medizinische Versorgung der Unfallverletzten wurde anhand der zumeist standardisierten Berichte der beteiligten Therapeuten rekonstruiert. Aus regionalen Berufsgenossenschaften der Branchen Bauwirtschaft, Metall, Chemie, Gesundheitsdienst/Wohlfahrtspflege, Nahrungsmittel/Gaststätten sowie zweier Unfallkassen des öffentlichen Dienstes (keine Zufallsstichprobe) wurden entsprechende Berichte in pseudonymisierter Form erhoben. Einschlusskriterien für die Probandenauswahl waren: Versicherte im Alter 21-65 Jahre, deren Heilverfahren im Zeitraum 2006 - 2008 durchgeführt wurde.

Conclusions

Es sollen u.a. Erkenntnisse gewonnen werden, die für eine künftige routinemäßige Evaluation bzw. Monitoring des Heilverfahrens verwertbar sind.

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