Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Logo des Instituts für Medizinische Soziologie

Weiteres

Login für Redakteure

KIREZplus

Zugang zur stationären Kinderrehabilitation: Barrieren und Potentiale – eine Projektsynthese mit Handlungsleitfäden für die Praxis (KIREZplus)

Projektleitung: Prof. Dr. Matthias Richter

Projektkoordination: Nadine Schumann, Katharina Kasprzyk

Laufzeit: 01.04.2014 – 31.01.2016

Förderer: Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland

Projektzusammenfassung
Poster 2014 KIREZplus_pdf.pdf (582,4 KB)  vom 23.10.2014

Hintergrund

Als zentrale Akteure im Antrags- und Zuweisungsverfahren zu stationären Rehabilitationsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen kommt niedergelassenen Ärzten eine wichtige Gatekeeper-Funktion zu. Sinkende Antragszahlen im Bereich der stationären Kinderrehabilitation in den letzten Jahren deuten auf eine Zugangsproblematik hin. Ergebnisse aus der Erwachsenenrehabilitation zeigen, dass Ärzte mit verschiedenen Problemen im Zuweisungs- und Antragsverfahren von Rehamaßnahmen konfrontiert sind. Inwieweit dies auch auf den Bereich der Kinderrehabilitation zutrifft, ist bislang nicht explizit untersucht. Ergebnisse aus dem rekju-Projekt deuten jedoch an, dass auch im Bereich der Kinderrehabilitation verschiedene Problemlagen im Zugangsverfahren zur stationären Kinderrehabilitation bestehen.

Ziel

Ziel des Projektes ist es, Probleme und Handlungsbarrieren aus Kinder- und Jugendarztsicht zum Rehabilitationsverfahren (bzgl. Bedarfserkennung, Antrags-und Bewilligungsverfahren) bei der DRV Mitteldeutschland zu identifizieren, daran anknüpfend Perspektiven zur Verringerung dieser Barrieren aus Arztperspektive zu erarbeiten und in adressaten-gerechte Medien umzusetzen.

Methodik

Die empirische Datenerhebung erfolgt mittels leitfadengestützter Fokus-gruppen mit Kinder(fach)- und Jugend(fach)ärzten sowie Allgemeinmediziner aus Mitteldeutschland. Das gewählte qualitative Forschungsdesign ermöglicht bestehende Problemkonstellationen im Prozess der Reha-Bedarfserkennung und Reha-Zuweisung aus Sicht der befragten Experten zu rekonstruieren und darauf bezogen Optimierungspotenziale zu erarbeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam mit den Ergebnissen der vorangegangenen rekju-Studie und in Rückkopplung mit einem Steuerkreis der DRV Mitteldeutschland in adressaten-orientierte Informationen und Weiterbildungscurricula verarbeitet.

Ergebnisse

Die Untersuchung stellt erstmalig praxisrelevante Erkenntnisse über Handlungsbarrieren im Zugang zur Kinder- und Jugendrehabilitation zur Verfügung und liefert gleichzeitig Materialien und Konzepte, wie diese Barrieren abgebaut werden können. Diese Ergebnisse können genutzt werden, um eine trägerorientierte Einbindung der Ärzte in das Zuweisungsverfahrens zur stationären Kinderrehabilitation zu fördern und tragen dazu bei eine effektive und effiziente Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher in Mitteldeutschland sicherzustellen.

Zum Seitenanfang