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Determinants of rehabilitation utilization among children and adolescents

Project administration: Prof. Dr. Matthias Richter
Execution: Eva-Maria Fach M.A., Nadine Schumann M.A., Sebastian Günther (Dipl. Soz.), Katharina Kasprzyk
Time: 01.04.2012 bis 31.03.2014
Sponsor: Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland

Download Info-Flyer
Info-Flyer IMS.pdf (548.8 KB)  vom 22.02.2013

Background

Maßnahmen im Bereich der Kinderrehabilitation sind zukunftsorientierte Investitionen, die nachhaltige Effekte auf die Gesundheit junger Menschen erzielen. Vor dem Hintergrund einer sozial ungleichen Verteilung der Krankheitslast zu Ungunsten sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher sind vorliegende Anzeichen einer Abnahme der Inanspruchnahme der Rehabilitationsmaßnahmen in dieser Altersgruppe als kritisch zu bewerten. Während die Rolle sozialer Ungleichheiten in der Entstehung und Entwicklung gesundheitlicher Ungleichheiten gut erforscht ist, existieren nur wenige Erkenntnisse über den Einfluss sozialer Determinanten auf das Inanspruchnahmeverhalten von Rehabilitationsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen.

Aims

Ziel des Projektes ist es, den Einfluss sozialer Ungleichheiten auf die Inanspruchnahme stationärer Rehabilitationsmaßnahmen von Kindern und Jugendlichen zu untersuchen und die zentralen Faktoren der Inanspruchnahme/Nicht-Inanspruchnahme näher zu identifizieren. Im Fokus stehen hierbei insbesondere krankheitsbezogene, psychosoziale und personale Faktoren, die sich in anderen Versorgungskontexten im Verbund mit strukturellen Rahmenbedingungen als wichtige Einflussgrößen für eine Inanspruchnahme erwiesen haben.

Methode

Die empirische Untersuchung unterteilt sich in zwei Studienabschnitte. In einem prospektiven Datenzugang über die Ärzte werden diese im Querschnitt und die Eltern von Kindern und Jugendlichen mit ärztlicher Rehabilitationsempfehlung über Inanspruchnahmefaktoren im Längsschnitt befragt. Hierfür werden die Ärzte mittels einer Zufallsstichprobe aus Mitteldeutschland rekrutiert. In einem zweiten Teil der Studie werden retrospektiv im Querschnittsdesign die Eltern von Kindern und Jugendlichen befragt, die eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme absolvieren. Untersucht werden verschiedenste Variablen, Faktoren sowie Determinanten, die das Inanspruchnahmeverhalten beeinflussen. Der Zugang erfolgt hierbei über die stationären Rehabilitationskliniken in Bad Kösen, Bad Salzungen und Bad Gottleuba.

Conclusions

Die Untersuchung stellt erstmalig detaillierte Ergebnisse über den Einfluss sozialer Ungleichheiten auf die Inanspruchnahme von stationären Kinder- und Jugendrehabilitationen bereit. Dabei sollen Hindernisse im Zugang und somit Gründe für eine Nicht-Inanspruchnahme aufgezeigt werden, die eine Identifikation der entsprechenden Risikogruppen ermöglichen. Dieses erlaubt eine Adressierung und Rehabilitation junger Menschen entsprechend ihrer Bedürfnisse und somit das Entgegenwirken einer sozial ungleichen Verteilung der Krankheitslast zu Ungunsten sozial benachteiligten Kinder und ihrer Familien. Die Ergebnisse können dazu beitragen, geeignete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um die zukünftige Erwerbsfähigkeit der gesundheitlich beeinträchtigten jungen Menschen in Mitteldeutschland zu erhalten.

Hier finden Sie den Abschlussbericht des Forschungsprojektes rekju.
rekju_Abschlussbericht__mit_Anhang.pdf (7.4 MB)  vom 23.11.2015

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