Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Logo des Instituts für Medizinische Soziologie

Weiteres

Login für Redakteure

Arzt-Patienten-Interaktion (PräKäP)

Präferenzen und Kompetenzen älterer, multimorbider Patienten in der Arzt-Patienten-Interaktion: Eine qualitative Untersuchung.

Projektleitung: Dr. Katharina Rathmann

Projektteam: Olaf Martin, Katharina Rathmann

Koordination: Olaf Martin

Laufzeit: 01.06.2015-31.05.2016

Förderer: Haushaltsfinanziert (IMS)

Hintergrund

Die Behandlung älterer Patienten mit zunehmend multimorbider Krankheitslast wird das Behandlungssystem vor neue Herausforderungen stellen, die auch die Arzt-Patienten-Interaktion und Gesprächssituation zwischen Arzt und Patient zukünftig verändern wird. Nationale sowie internationale Studien zeigen, dass das ärztliche Gespräch allgemein einen großen Einfluss auf den Behandlungserfolg und die Patientenzufriedenheit hat und eine Schlüsselfunktion in der Versorgung einnimmt. Zudem zeigten Studien, dass sich Patienten in ihren Kommunikationspräferenzen nach soziodemografischen und sozioökonomischen Hintergrundmerkmalen unterschieden. Für die Gruppe der älteren Patienten wissen wir bislang wenig bezüglich deren Präferenzen und insbesondere kommunikativen Kompetenzen, die im Sinne der „Health Literacy“ in die Arzt-Patienten-Interaktion aktiv vom Patienten eingebracht werden könnten.

Patienteninformation
Flyer_PräKäP.pdf (389,9 KB)  vom 19.05.2015

Ziele

Im Vordergrund des Projektes steht die Erfassung der Präferenzen und kommunikativen Kompetenzen (als Ressourcen) älterer, multimorbider Patienten in der Arzt-Patienten-Interaktion (A-P-I), die im Rahmen eines qualitativen Designs exploriert werden. Das Projekt beschäftigt sich mit folgenden Schwerpunkten:

  1. Wird die Perspektive der älteren, multimorbiden Patienten hinsichtlich deren Präferenzen in der A-P-I erfasst und die kommunikativen Kompetenzen exploriert, die seitens des älteren Patienten für die A-P-I zur Verfügung stehen. Daraus lassen sich Implikationen zur patientenseitigen Gestaltung der Interaktion mit dem Arzt ableiten.
  2. Werden im Projekt Unterschiede in den Präferenzen und kommunikativen Kompetenzen der älteren, multimorbiden Patienten in der A-P-I in Abhängigkeit des sozioökonomischen Hintergrundes, sowie die arztbezogenen Erfahrungen der Patienten, als auch die Art der Krankheitsbewältigung (TKS) untersucht.
  3. Wird ergänzend auch die ärztliche Perspektive hinsichtlich des Beitrags erfasst, den ältere Patienten in der A-P-I aus ärztlicher Sicht leisten können, um sie mit den Vorstellungen und Möglichkeiten der Patienten abgleichen zu können.

Methodik

Auf Basis eines Mixed-Method-Design werden zum einen ältere (60+ Jahre), multimorbide (mind. zwei chronische Erkrankungen) zu ihren Präferenzen und kommunikativen Kompetenzen in der Arzt-Patienten-Interaktion (A-P-I) explorativ befragt und zusätzlich werden die Probanden mittels der Trierer Skalen zur Krankheitsbewältigung (TKS) standardisiert befragt. Hohe und niedrige Statusgruppen werden mittels qualitativen Stichprobenplan gleich verteilt sein. (2. Forschungsfrage). Insgesamt werden 20 Patienten sowie ergänzend fünf Ärzte im hausärztlichen Setting mittels Leitfadengestützten Interviews befragt. Die Auswertung erfolgt in Anlehnung an die Grounded Theory.

Ergebnisse

Die Interviews starten im Juni 2015. Erste Ergebnisse werden im September 2015 erwartet. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden diese hier veröffentlicht.

Ansprechpartner

Bei Interesse oder Fragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an Herrn Olaf Martin (Tel. 0345 557-1178)

Zum Seitenanfang