Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Vorlesung Medizinische Soziologie

In der Medizinischen Soziologie stehen die gesellschaftlichen Einflüsse auf Gesundheit, Krankheit und gesundheitliche Versorgung im Mittelpunkt. Beispielhaft wird dargestellt, welche Bedeutung die verschiedenen Lebensphasen auf Gesundheit und Gesundheitsverhalten haben. Besondere Beachtung findet hier das Jugendalter und das damit einhergehende, bewusste Risikoverhalten. Das Alter rückt aber auch aufgrund der demographischen Entwicklung stärker in den Blick. Viele weitere Fragestellungen beziehen sich auf die sozialen Hintergründe und Zusammenhänge von Krankheit, insbesondere soziale Ungleichheit von Krankheit, Gesundheit und Gesundheitschancen. Warum sind Menschen aus ärmeren, bildungsfernen Schichten häufiger krank und sterben früher? Gibt es einen Unterschied zwischen Frauen und Männern? Wie lassen sich Unterschiede in der Verteilung erklären, wie werden sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden angewandt?

Ziel der Vorlesung ist es, soziologische Grundkenntnisse in ihrer praktischen Relevanz für den Arzt zu vermitteln sowie den Blick für psychosoziale Aspekte von Gesundheit und Krankheit zu öffnen. Die Vorlesung soll anregen, über zwischenmenschliche Beziehungen und institutionelle Abläufe nachzudenken, um Störungen frühzeitig erkennen und vermindern zu können. Auch Problemfelder der medizinischen Versorgung werden aus soziologischer Sicht beleuchtet.

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